Wer heute durch Mérida oder Valladolid spaziert, sieht farbige Fassaden, schattige Innenhöfe, breite Plätze und prächtige Kolonialbauten. Doch hinter dieser Leichtigkeit steckt eine Geschichte, die von Gewalt, Ausbeutung, Umbrüchen und tiefen sozialen Gegensätzen geprägt ist.
Mit der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert begann für die indigene Bevölkerung Yucatáns eine völlig neue Epoche. Erobererfamilien wie die Montejos errichteten ihre Machtzentren auf den Fundamenten früherer Maya-Städte. Kirchen entstanden auf Tempelruinen, Kolonialhäuser auf heiligen Plätzen, und die wirtschaftliche Ordnung wurde grundlegend verändert.
Über Jahrhunderte entwickelte sich Yucatán zu einer Region zwischen kolonialer Prägung, Unabhängigkeitsbewegungen, revolutionären Umbrüchen und moderner Identität. Noch heute zeigt sich diese Geschichte im Stadtbild, in gesellschaftlichen Strukturen – und im Alltag der Menschen.
Unsere erste intensive Begegnung mit dieser Vergangenheit war eine Free Walking Tour durch Mérida. Sie führte uns mitten hinein in die koloniale Geschichte der Stadt – und genau dieser Spur folgen wir auch hier.
Merida macht einem den Einstieg leicht – mit mayaesken Mustern bedruckte blaue Linienbusse und bunte alte Autos fahren zwischen ebenso bunten alten Häusern auf nummerierten Quadratstraßen umher und wo keine Häuser sind, gibt es grüne Parks mit weißen Stühlen.









Wir kennen das Konzept der kostenlosen Stadtführungen schon aus mehreren Städten in Südamerika, also starten wir unsere Entdeckungstour der ersten Stadt in Zentralamerika mit der sehr kurzweiligen Suche nach genau so einer Tour. Wir nehmen die im Lonely Planet empfohlene Website und gehen nach dem Frühstück zur Plaza Santa Lucía nur ein paar Querstraßen von unserem Hotel entfernt. Der Quadratische Platz liegt gegenüber einer der Kirchen hier in Merida und unser Guide beginnt direkt mit einem Top-Tipp: Heute Abend circa um acht findet ein Konzert traditioneller Yucatekischer Musik (Trova Yucateca) statt: Serenata de Santa Lucía – da wissen wir ja schon, wo wir heute hingehen. Er warnt allerdings vor – 8 Uhr „Mexican Time“, es könne also sein, dass das Konzert pünktlich startet, aber genauso gut, dass wir eine halbe Stunde später kommen und die Musiker gerade erst die Instrumente stimmen. Die Serenata wird seit 1956 jeden Donnerstag aufgeführt und gilt als eines der wichtigsten kostenlosen Kulturangebote der Stadt.
Auf diesem Platz sehen wir auch wieder die „Free Wifi“ Schilder, die wir schon an so einigen Plätzen und Parks gesehen haben, laut Francisco möchte die Regierung Meridas jedem kostenlosen, unkomplizierten Zugang zu drei wichtigen Freiheiten geben: Internet, Sicherheit und Strom. Deshalb gibt es hier schon seit Jahren in fast allen Parks der Stadt Steckdosen, Wifi-Hotspots und „Polizeiboxen“, wo man per Sprechanlage mit der Polizei sprechen kann.





Der nächste Tipp ist auch direkt ein Goldstück: Täglich 3 Uhr nachmittags gibt es die Demonstration einer traditionellen Maya-Kochart. Bei „Pibil“ wird Fleisch (traditionell Schwein) in Sauce mit Achiote (Annattosamen), Bitterorangen-Saft (Naranja agria) und Zitrone sowie Chilis und anderen Gewürzen in Bananenblättern in Löchern in der Erde über Stunden im Feuer gekocht. Und wie das geht, kann man sich kostenlos im Museo gastronomico ansehen. Das ist gleichzeitig Museum und Restaurant. Während ausführlich die Geschichte der Maya-Küche erklärt wird, bekommt jeder Gast eine großzügige Portion „Cochinita Pibil“ in ebenfalls vor Ort hangeformten Maistortillas – Abendbrot ist damit also gegessen!





Aber zurück zu unserer Stadtführung. Neben ein paar nützlichen Vokabeln zu Flora, Fauna und damit auch dem Essen bekommen wir schnell mit, dass wir hier zwar in Mexiko sind, aber vor allem in Yucatán – sicherlich hat jede Provinz ihre Eigenheiten – aber gerade diese Halbinsel zu besuchen, kommt uns ganz besonders vor.
Zum Ort, auf der Weltkarte und in der Geschichte unseres Planeten: Yucatán ist der Platz des Aussterbens der Dinosaurier (der Chicxulup Krater ist nordöstlich von hier und liegt teils im Meer). Der Einschlagsdurchmesser beträgt etwa 180km.
Weiter unten tragen wir euch die Essensideen und -Vokabeln zusammen – wer interssiert ist, bleibt einfach bis zum Schluss dran. Nur soviel: unser Highlight bereits an Tag 1: Las Gorditas (wörtlich dicke kleine Frauen) – zwei Maistortillas aneinander mit wundervollen Füllungen.
Wir gehen in die sympathisch schmuckarme Kirche Santa Lucía und von da weiter entlang der Calle 60 in Richtung Plaza Grande. Vorbei an der Autonomen Universität von Yucatán, der viertgrößten unabhängigen Universität Mexikos, wie Francisco stolz erzählt. Man kann kostenlos und ohne Registrierung hinein, den Wachleuten am Eingang nur das Universalpasswort nennen: „Hola“. (Tipp für Konfirmandenblasen: hier gibt es eine kostenlose Toilette).



Dann stoppen wir im Park neben der Kirche, die der Einfachheit halber „Jesus“ heißt. Es ist eine Jesuitenkirche, initial waren es hauptsächlich die Franziskaner, die nach Yucatán kamen, um die Leute zu konvertieren. Heute gilt in Mexiko Religionsfreiheit – und zwar in dem Maße, dass es ganze 25 Anhänger braucht, um hier eine neue Religion zu gründen … es gibt aktuell also um die 10.000 eingetragene Religionen. Zurück aber zur Kirche – die Baumaßnahme, die hier insbesondere an der Südwand noch so deutlich zu erkennen ist, wurde zur Zeit der Kolonialisierung ständig angewandt, doch sind hier als Besonderheit noch heute einzelne Steine in der Fassade erkennbar, die offensichtlich Maya Stätten entnommen wurden … letzten Endes hat man die bereits behauenen und in Form gebrachten Steine der nieder gerissenen Maya-Tempel ganz pragmatisch als fertiges Baumaterial betrachtet, die Dominanzgeste dahinter ist allerdings nicht von der Hand zu weisen und erinnert mich erneut an Peru und Ecuador mit christlichen Kreuzen auf jedem Berg, den die Inka als Gottheit verehrten, und an Cusco, wo die großen Steine der verzierten Grundmauern der Inka-Stadt belassen wurden und in die im Kolonialstil daraufgesetzten Gebäude integriert wurden.











Während der gesamten Route weist Francisco uns auf kostenlose Galerien hin, die teils etwas undurchsichtige Öffnungszeiten haben, aber den Einheimischen und Touristen zur Verfügung stehender Ausdruck der vierten Freiheit sind, die man hier jedem gewähren möchte: Zugang zu Kunst und Bildung. Eine davon befindet sich schräg gegenüber der Jesuitenkirche, zwei daneben – mit Ausstellungen wechselnder Themen – die nächste gibt es im 1. Obergeschoss des rosa Rathauses, im Bischofspalast neben der großen Kathedrale an der Plaza Grande (die Fundstücke, die während des Baus des sog. Maya-Trains gefunden wurden, sind hier in einer bemerkenswert barrierefrei kuratierten Ausstellung zu bewundern), unten im ältesten Hotel von Merida (dem Gran Hotel) und in der Casa de Montejo – dazu nachher mehr.
Zurück zur Geschichte der Stadt: Mexiko wurde entdeckt und man fand Gold über Gold in Tenochtitlan, wo heute Mexikostadt steht. Einer der Begleiter von Hernán Cortés, nämlich Francisco de Montejo („El Adelantado“), hat der Überlieferung nach hier rüber gespäht, Yucatán für eine Insel gehalten und hat sich, als er 1926 für Cortés beim spanischen König Bericht erstattete, direkt erstmal das Vorrecht gesichert, diese zu erobern. Zweifelsohne in der Erwartung, hier ebenfalls Gold über Gold und ein weniger schwer bezwingbares Volk als die Maya vorzufinden, brach er also mit seinem Sohn und seinem Neffen (um das ganze nicht zu komplizieren ebenfalls beide mit dem Namen Francisco de Montejo) auf – mit der sehr geringen Verzögerung des halben Jahrzehnts, die eine Reise über den Atlantik im 15. Jahrhundert eben für sich beanspruchte. Eine herbe Enttäuschung erwartete diese Entdecker jedoch auf der komplett vom dichten Dschungel in Beschlag genommenen Halbinsel. Erstmal das undurchdringbare Grün, dann die taktisch klug agierenden und mit dem Terrain vertrauten Maya-Krieger, die mittels Guerilla-Angriffen viel Erfolg hatten. Dann der Fakt, dass hier nicht Gold der große Schatz war, sondern Jade, wofür die Spanier nichts übrig hatten. Schließlich wurde Mérida aber 1942 dauerhaft gegründet. Auf ihrer Suche nach geldbringenden Gütern, unter anderem nach dem Versuch, heißen Maya-Kakao als Energydrink populär zu machen (die Schokolade kommt zwar aus Ecuador, das Getränk jedoch von den Maya), fanden sie dann doch noch etwas. Die hiesige Henequén Agave lässt sich zwar nicht so einfach zu Tequila oder Süßungsmittel verwandeln, allerdings – so stellte es sich heraus – sind die starken Fasern, die man daraus herstellen kann im Zeitalter von Schiffstauen, nun ja, Gold wert. Yucatán war zeitweise reicher als große Teile Europas und Mérida hatte elektrische Straßenbeleuchtung früher als die meisten europäischen Städte.







An so einer Geldquelle zu sitzen und das außerdem auf einer durch den oben genannten unwägbaren Dschungel von Mexikos Hauptstadt getrennt zu sein, legte den Grundstein für eine perfide Bösartigkeit: Als die Völkerrechtsbewegungen im Rest von Mexiko die extreme Schuldknechtschaft (man verdiente immer etwas weniger als man zum Leben brauchte und musste sich deshalb für immer längere Zeit an seinen „Arbeitgeber“ binden, um die entstehenden Schulden abzuarbeiten) der Maya und andere indigenen Völker abschaffte und allen Einwohnern gleiches Recht gewährte, hielten die Nachfolger der Familie Montejo bzw. sie selbst das für ein ganzes Jahrhundert vor der Maya-Bevölkerung geheim – denn ohne Straßen oder Züge zur Stadt (bis zum Yucatán train), kamen auch keine Informationen in die Gegend. Erst 1922 war die Gesamt-Mexikanische Verfassung also auch hier angekommen.
Es gab also das Wahlrecht auch für Maya – erstmal logischerweise nur für die Männer – und die Maya wählten Felipe Carillo Puerto, einen sozialistischen Reformer, als ihren ersten Gouverneur. Wohlgemerkt kein Maya, da er aber als Kind mit den Maya auf den Feldern gearbeitet hatte, sprach er ihre Sprache und hielt seine Antrittsrede auf Maya. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und übersetzte als nächstes die Verfassung für seine Maya-Mitbürger, sodass diese zum ersten Mal ihre Rechte verstehen konnten. Darauf aufbauend befreite er auch die letzten Sklaven und wollte ihnen das Land zurückgeben, dass er richtigerweise als gestohlen ansah. Er gründete außerdem die Universität von Yucatan, allerdings ist seine kurze, aber bedeutungsvolle Amtsperiode mehr oder minder aus den Lehrplänen der Schulen verschwunden.
Wenig überraschend war die Lobby der Reichen und/ oder Sklaventreiber davon nicht begeistert und ließen ihn vier Jahre nach seiner Wahl kurzerhand stürzen und ihn und seine Brüder umbringen.
Wer nicht mit umgebracht wurde, sondern sich nach Mexikostadt absetzte, war seine Schwester. Elvia Carillo Puerto war bereits in Merida als eine der ersten Feministinnen Mexikos aktiv und setzte sich weiter für die Rechte von Frauen in ihrem Land ein – 1955 gab es dann gleiches Recht für Frauen und Männer … eher als in so einigen Ländern in Europa. Auch jetzt gerade hat Mexiko eine Präsidentin (die erste Frau, die das Amt bekleidet) und auch Mérida hat gerade eine Bürgermeisterin. Nach dem kurzen Überblick, den Francisco uns über ihre bisherigen Maßnahmen in Mérida gibt, sind wir durchaus angetan – unter anderem kostenlose Busse für Menschen mit Behinderung, ältere und schwangere Bürger.
An die feministische Geschichte der Stadt und ihrer Töchter erinnern mit der Unterschrift „Ya no somos invisibles“ (Wir sind nicht mehr unsichtbar) mehrere, durch ehrenamtliche Organisationen aufgestellte Infotafeln in der Altstadt.



Hinter dem Konzerthaus und interaktiven Musikinstrumentemuseum sehen wir als nächsten Punkt unserer Tour ein Beispiel des Mexikanischen Muralismus (der Volkskunst, die nach der Mexikanischen Revolution entstand, aber dazu später mehr) – ein riesiges Wandbild mit herausragenden Musikern und Musikerinnen des Landes – ein Sohn der Stadt: Armando Manzanero, die mehr als 400 Werke, die er komponierte und für die er mit einem Ehren-Grammy ausgezeichnet wurde, wurden von vielen bekannten Musikern interpretiert. Ein Konzert teils in Maya-Sprache hat er auf der großen Pyramide von Chichén Itza gegeben (Link ). 2020 verstarb er an Covid-19.


Unser Weg führt uns nun zur Plaza Grande mit den in vier Himmelsrichtungen angeordneten Must-Sees: Allen voran im Nordosten der pastellgrüne Palacio del Gobierno, wo man riesige Gemälde zur Geschichte Yucatáns und Meridas von Fernando Castro Pacheco, einem Schüler von Diego Rivera (Frida Kahlos Ehemann und Mitbegründer des Muralismus) bestaunen kann.





Im Uhrzeigersinn daneben die Cathedral de San Ildefonso (oder auch Kathedrale von Yucatán), mit Baubeginn 1561 eine der ältesten Kathedralen Amerikas. Auch sie wurde auf den Ruinen eines Maya-Tempels und teils mit seinen Steinen errichtet, heute hängt hinter dem Altar eine der größten Statuen der Welt von Jesus am Kreuze – El crucero de la Unión als Symbol für die Versöhnung der beiden Kulturen.







An der Ecke des Platzes vor der Kathedrale befindet sich ein ca. 3 m hohes Kreuz auf einem Sockel, es markiert den geographischen Mittelpunkt von Mérida.
Vor der Kathedrale findet freitags 20.00 Uhr ein Pelota Spiel statt (wie wir herausfinden bei jedem Wetter, selbst im strömenden Regen) – das Ballspiel heißt auf Maya etwas lautmalerisch Pok-ta-pok, da hier ein Gummiball mit der Hüfte oder dem Ellenbogen (nur die rechte Seite) versucht wird, durch einen Ring zu befördern – der hängt je nach Spielfeld zwei bis fünf Meter über der Erde. Pok ist dabei das Aufkommen am Körper, Ta das Springen auf dem Boden oder der Steinwand. Der Gummiball wurde von den Maya wie auch Kaugummi aus Chicle hergestellt, das kommt vom Sapotenbaum.





Geht man die Straße links der Kathedrale (C. 61) eine Ecke weiter, steht man vor dem ersten Krankenhaus Meridas – das rote Gebäude gehört heute jedoch zu einem Parkplatz.
Weiter geht’s zur südwestlichen Seite des Platzes, wo mittig das Portal des Casa Montejo im Plateresker Renaissance-Stil prangt. Neben den Gesichtern der Gründerfamilie zeigt es Soldaten, die ziemlich unmissverständlich auf den Köpfen von Maya stehen – das ultimativ grausame Machtsymbol. Mit diesem Wissen ist es schwer vorstellbar, dass noch 2011 eine Statue der Gründerfamilie an Beginn der Prachtstraße Paseo de Montejo gesetzt wurde. Die Fassade ist der einzige noch originale Teil des Anwesens der Gründer dieser Stadt, das seit seinem Bau 1549 bis vor ein paar Jahren noch im Besitz der Familie war, bis diese ausstarb. Jetzt gehört es einer Bank, die in vorderen Räumlichkeiten ein kostenloses Museum belassen hat. Zu sehen sind einige im prunkvollen Kolonialstil eingerichtete Zimmer nebst mehreren wechselnden Ausstellungen zu verschiedenen Bereichen der Kultur Yucatáns und Mexikos: aktuell Maskenkunst, Skelettstatuen, da wir kurz nach dem Día de Muertos hier sind, Textilien und Mais.












Die vierte Seite des Platzes wurde erst 100 Jahre nach den übrigen vervollständigt – wo eine riesige Maya-Pyramide stand, wurde das rosafarbene Rathaus gebaut. Sonntags und montags findet 8 Uhr abends hier eine Lichtshow statt.









Ein kleiner Zeitstrahl zu Meridas/ Yucatáns Geschichte:
1521 schickte Hernán Cortés seinen Begleiter Francisco de Montejo zum Berichterstatten nach Spanien.
1526 erhielt er das Eroberungsrecht und kehrte 1527 der mit der Erlaubnis, Yucatán zu erobern zurück … und scheiterte am Mut und der Strategie der Maya.
1540 eroberten die Franciscos de Montejo (Vater, Sohn und Neffe) mit Verbündeten aus Campeche die Halbinsel und gründeten 1942 die Stadt Mérida. Der Vater de Montejo war lange Gouverneur der Stadt, ging aber so schlecht mit den Maya-Untertanen und mit Geld um, dass es sogar der König von Spanien mitbekam, der ihn zu sich zitierte und ihm den Titel absprach, sodass der Vater de Montejo letzten Endes mittellos in Spanien verstarb. Der jüngere Francisco de Montejo übernahm aber Mérida. Zuletzt war dann noch die Ehefrau des Vaters de Montejo an der Macht, die auch festlegte, dass das Haus die Familie nicht verlassen solle.
Paseo de Montejo: Nordöstlich der Innenstadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts eine lange Prachtstraße nach Hausmann-Vorbild in Paris errichtet – gesäumt von prunkvollen Villen im französischen Stil, die heute Restaurants, Museen und Galerien (wieder einige kostenlos) beherbergen. Außerdem gibt es hier viele kleine und größere Boutiquen. Wir flanieren die Straße mit einer weiteren Free Walking Tour am späten Nachmittag entlang und gelangen zu unserem persönlichen Highlight, nämlich dem Denkmal am nördlichen Ende. Es erzählt die Geschichte Mexikos und wurde von Rómulo Rozo, von dem auch Statuen wie „El Pensamiento“ stammen, teils auf eigene Kosten und in jahrelanger Arbeit errichtet. Komischerweise gibt es trotzdem nur auf einer Sprache einen Wikipediaartikel dazu (Spanisch logischerweise).








Weitere Empfehlung um die Stadt Merida: Homun – Eine Stadt mit vielen Cenoten
Maya-Verabschiedung : Malokin – Spanisch : Disfruta tu sol – Deutsch: Genieße deine Sonne
Und für die Interessierten noch ein paar Vokabeln:
Chaya ist eine Art Spinat, die allerdings auf Bäumen wächst, Jícara ist eine Frucht, die aussieht wie eine Melone, allerdings ungenießbar ist und wegen der Nutzbarkeit ihrer getrockneten Schale für Trinkgefäße und Werkzeuge beliebt ist. Achtung vor den tropischen Mandeln, die unerwarteterweise mitten in der Stadt von den Bäumen fallen.
und Restauranttipps:
Ein paar Tipps zum Essen in Merida von unserem Guide, die wir uns zum Ausprobieren für das nächste Jahr gespeichert haben: Taceria de la Unión, Marago Coffee, Nachtklubs (aka Cantinas) wie La negrita Cantina (hier werden Rumba und Salsa getanzt und im Tapas-Style werden zum Getränk immer kostenlos auch Snacks serviert), El Lagarto de Oro (ein uriger Pub namens Goldener Salamander) und El Cardenál. Picheta im Haus neben dem Gouverneurspalast hat eine Dachterrasse mit Blick über die Plaza Grande. An der Ecke der Plaza Grande gibt es einen bereits seit 1910 bestehendes Sorbet-Café (das haben wir auch probiert mit den exotischsten Sorten auf dem Menü: Mais und Große Sapote). Daneben ist Los Bisquets Obregon, wo Spezialitäten aus unterschiedlichen Regionen Mexikos angeboten werden.








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