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Zwischen Backstein, Stiften und Küstenlandschaft

Die Klöster Schleswig-Holsteins wirken oft unscheinbarer als die großen Anlagen Süddeutschlands. Viele liegen mitten in Städten oder kleinen Orten und waren eng mit Handel, Schifffahrt und den alten Verkehrswegen zwischen Nord- und Ostsee verbunden. Neben Bettelorden wie Franziskanern und Dominikanern prägten vor allem Frauenklöster die Region.

Eine Besonderheit sind die vier bis heute bestehenden adeligen Damenstifte in Itzehoe, Preetz, Schleswig und Uetersen. Sie gingen aus mittelalterlichen Frauenklöstern hervor und werden bis heute von der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft getragen. Anders als die niedersächsischen Frauenklöster, die von der Klosterkammer Hannover verwaltet werden, sind diese Stifte eng mit der Geschichte des schleswig-holsteinischen Adels verbunden. Die Bewohnerinnen führen einen eigenen Haushalt und leben selbstständig, bewahren aber bis heute eine jahrhundertealte Tradition.

Von den ursprünglichen Klosteranlagen ist nicht immer alles erhalten geblieben. Häufig stehen heute noch die Kirchen, manchmal ergänzt durch Kreuzgänge, Stiftsgebäude oder einzelne Klosterhöfe. Gerade dadurch lassen sich die Orte gut in den Alltag einordnen. In Städten wie Lübeck, Schleswig oder Itzehoe begegnet man klösterlicher Geschichte nicht im Museum, sondern mitten im heutigen Leben.

Wer Schleswig-Holsteins Klöster bereist, findet oft ruhige Orte mit Backsteinfassaden, alten Gärten und viel Geschichte. Oft liegen sie in unmittelbarer Nähe zu Wasser, Parks oder historischen Altstädten.

Die ehemalige Stadtklöster, bei denen heute nur noch die Kirche erhalten und der klösterliche Zusammenhang vor Ort nicht mehr erkennbar ist, habe ich auf meiner Runde nicht besucht.

Schon beim Betreten der Anlage wird klar, dass Preetz mehr ist als ein einzelnes Klostergebäude. Rund um die Kirche verteilen sich zahlreiche Häuser ganz unterschiedlicher Größe und Bauweise. Manche wirken repräsentativ, andere fast wie kleine Wohnhäuser. Viele werden bis heute genutzt, andere beherbergen die Klosterverwaltung.

Dadurch fühlt sich das Gelände eher wie ein kleines Dorf als wie ein ehemaliges Kloster an.

Die Kirche kann meist nur zu Gottesdiensten oder im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Schade. Beim Rundgang konnte ich mir aber an vielen Gebäuden die Informationen durchlesen. Vieles ist beschriftet, anderes erschließt sich nicht sofort. Preetz ist ein Ort, durch den man am besten in Ruhe spaziert.

Aus dem mittelalterlichen Zisterzienserinnenkloster wurde nach der Reformation eines der vier adeligen Damenstifte Schleswig-Holsteins. Noch heute leben hier Konventualinnen. Die vielen Autos hatten mich zunächst überrascht. Ich habe gelesen, dass die historischen Konventualinnenhäuser heute nicht mehr ausschließlich von Stiftsdamen bewohnt werden. Ein Teil ist vermietet – dadurch wirkt das Klostergelände wie ein kleines, lebendiges Dorf. Zwischen alten Backsteingebäuden, gepflegten Gärten und den ruhigen Wegen lässt sich gut vorstellen, warum dieser Ort seit über 800 Jahren genutzt wird.

Orden: Benediktinerinnen
Gründung: 1211
Aufhebung: 1541 nach der Reformation – adeliges Damenstift
Erhalten: Kirche, Klostergebäude, Teile der Anlage
Heute: Damenstift mit Konventualinnen, Wohn- und Erlebnisraum
Hinweis: eines der vier ritterschaftlichen Klöster

Schon die Anfahrt hat mir gefallen. Bordesholm ist ein kleiner Ort am See, das ehemalige Kloster liegt auf einer Insel und ist über einen kurzen Weg erreichbar. Rundherum laden Bänke und Picknicktische zum Verweilen ein, der Bordesholmer See steht als FFH-Gebiet unter besonderem Schutz und es gibt viele Informationen über Flora und Fauna. Die Ruhe umfing mich sofort – ein schöner Ort, um einfach ein wenig spazieren zu gehen.

Das Augustiner-Chorherrenstift wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Heute sind Kirche, Klostermuseum und Kräutergarten erhalten. Das Museum war bei meinem Besuch zwar geschlossen, ein Modell der Anlage vermittelt aber trotzdem einen guten Eindruck vom ehemaligen Kloster. Der Kräutergarten befindet sich hinter dem Altersheim auf dem Gelände.

Besonders beeindruckt hat mich die Kirche. Dort befindet sich neben vielen historischen Stücken das monumentale Grabmal von Herzog Friedrich I., das der Bildschnitzer Hans Brüggemann Anfang des 16. Jahrhunderts schuf. Je näher man herantritt, desto mehr kleine Figuren und Details entdeckt man.

Nach dem ersten Staunen habe ich noch einmal nachgelesen. Das monumentale Grabmal ist nämlich gar kein Sarkophag im eigentlichen Sinn, sondern ein Kenotaph, also ein leeres Ehrengrab. Herzogin Anna von Brandenburg wurde zwar unterhalb des Grabmals in der Kirche bestattet, ihr Ehemann Herzog Friedrich I. fand später jedoch seine letzte Ruhestätte im Schleswiger Dom.

Nach dem Rundgang habe ich noch eine Weile am See gesessen. Bordesholm gehört für mich zu den Orten, an denen sich Geschichte und Natur ganz selbstverständlich ergänzen. Man muss hier gar nicht viel unternehmen – einfach da sein reicht schon.

Orden: Augustiner-Chorherren
Gründung: 1330
Aufhebung: 1566
Erhalten: Klosterkirche
Besonderheit: ehemalige Klosterinsel im Bordesholmer See
Hinweis: Anlage verloren, Ort dennoch klar identifizierbar

Das Kloster hätte ich nicht mitten im Zentrum von Itzehoe erwartet. Die Kirche schließt fast direkt an die Fußgängerzone an, und auch die ehemaligen Klostergebäude liegen nicht abgeschieden hinter Mauern, sondern sind ganz selbstverständlich Teil der Stadt. Umso überraschender ist die Ruhe, die man spürt, sobald man durch das Tor tritt. Rund um den Teich in der Mitte verteilen sich Fachwerk- und Backsteingebäude ganz unterschiedlicher Epochen, viele davon bewohnt oder anderweitig genutzt. (Video)

Beim Rundgang fand ich sehr angenehm, dass die einzelnen Gebäude mit Informationen beschriftet sind. Da alles bewohnt und genutzt ist, wirkt es trotzdem nicht wie ein Museum. Besonders neugierig machte mich der berühmte Rokokosaal, der sich in einem der historischen Gebäude befindet. Leider wird er derzeit restauriert und kann normalerweise ohnehin nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Auf der Homepage des Klosters gab es ein Bild vom Rokokosaal und vom Kreuzgang.

Bildquellen: https://www.denkmalschutz.de/fileadmin/media/Bilder/Presse/Schleswig-Holstein/SH_Itzehoe_Kloster_Kapitelsaal_Siebert_25217.jpg und https://sh-ritterschaft.de/kloester/adeliges-kloster-itzehoe/

Als die Kirche nachmittags öffnete, fiel mein Blick sofort auf den großen Schnitzaltar. Die vielen kleinen Figuren und Szenen laden dazu ein, näher heranzutreten und immer neue Details zu entdecken. Zusammen mit dem ungewöhnlichen hölzernen Gewölbe, das an umgedrehtes Schiff erinnert, war es ein Kirchenraum, der ganz anders wirkt als die meisten Klosterkirchen dieser Reise.

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und nach der Reformation als adeliges Damenstift weitergeführt. Bis heute gehört Itzehoe zu den vier ritterschaftlichen Klöstern Schleswig-Holsteins. Gerade diese Mischung aus gelebter Tradition, städtischem Alltag und überraschender Idylle macht den Reiz des Ortes aus.

Wissensbox

Orden: Zisterzienserinnen
Gründung: 1256
Aufhebung: 1554
Erhalten: Kirche, Klostergebäude und Klosterhof
Spätere Nutzung: Ritterschaftliches Damenstift bis heute
Hinweis: Kirche und Rokokosaal nur zu bestimmten Zeiten bzw. im Rahmen von Führungen zugänglich

Die Fahrt nach Uetersen führt durch die weite Landschaft des Kreises Pinneberg. Als ich am ehemaligen Kloster ankam, war es noch ruhig. Die Anlage wirkt offen und großzügig, mit viel Grün zwischen den Gebäuden. Anders als viele andere Klosterorte präsentiert sich Uetersen nicht als abgeschlossener Komplex, sondern als Ensemble aus Kirche, Stiftsgebäuden und Park.

Die Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Aus dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster entwickelte sich nach der Reformation ein evangelisches Damenstift, das die Tradition eines Frauenstifts bis in die Gegenwart erhalten hat. Kirche, Stiftsgebäude und Park bilden noch immer ein harmonisches Ganzes. Gerade diese Verbindung von gelebter Tradition, freundlichen Begegnungen und einer bemerkenswert entspannten Atmosphäre macht Uetersen zu einem der schönsten Klosterorte meiner Reise durch Schleswig-Holstein.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die freundliche Atmosphäre. Noch bevor die ersten Besucher im Restaurant eintrafen, bot man mir sogar einen Kaffee an. (Video)

Anschließend kam ich mit dem Küster ins Gespräch, der mir extra die Kirche aufschloss.

Während ich die Anlage erkundete, war überall Vogelgesang zu hören – so laut und vielfältig wie kaum an einem anderen Ort dieser Reise. Die historischen Gebäude sind sorgfältig restauriert und werden heute für unterschiedliche Zwecke genutzt. Auch wenn Veranstaltungen stattfinden und Teile der Anlage modern genutzt werden, ist die klösterliche Atmosphäre überraschend präsent geblieben.

Orden: Zisterzienserinnen
Gründung: 1234
Aufhebung: 1544
Erhalten: Kirche, Park, Teile der Anlage
Besonderheit: starke landschaftliche Einbindung
Hinweis: Ensemble teils für Events genutzt

Das Burgkloster kannte ich zwar schon von einem früheren Besuch von Lübeck als UNESCO-Welterbestadt, diesmal habe ich es mir aber mit einem ganz anderen Blick angesehen – nicht mehr nur als Hansemuseum, sondern als ehemaliges Dominikanerkloster. Das hat überraschend viel verändert.

Das Burgkloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und gehört zu den am besten erhaltenen Klosteranlagen Schleswig-Holsteins. Kreuzgang, Refektorium und weitere Räume sind heute Teil des Europäischen Hansemuseums. Dadurch erfährt man nicht nur viel über die Hanse, sondern entdeckt ganz nebenbei auch das ehemalige Klosterleben. Für mich war das eine gelungene Kombination.

Besonders schön waren die Gespräche mit den Mitarbeitenden des Museums, die sich Zeit für Fragen nahmen und den einen oder anderen spannenden Hinweis gaben.

Nach dem Rundgang gab es zum Abschluss sogar noch ein Marzipaneis von Niederegger – ein gelungener Abschluss eines abwechslungsreichen Besuchs in Lübeck.

Orden: Dominikaner
Gründung: 1229
Aufhebung: 1531
Erhalten: Gebäude, Kreuzgang
Heute: Kloster und Hanse-Museum
Hinweis: einer der bedeutendsten Klosterorte Norddeutschlands

Schon die Lage macht das St.-Johannis-Kloster besonders. Es liegt auf der Schleswiger Schlossinsel, nur wenige Schritte von Schloss Gottorf entfernt. Über den Klostergarten gelangt man an die historischen Gebäude heran, die sich hinter der umgebenden hohen Mauer zwischen Bäumen und Blumen verbergen.

Die Geschichte des Stifts reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Aus dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster wurde nach der Reformation eines der vier adeligen Damenstifte Schleswig-Holsteins. Auch heute wohnen hier noch Konventualinnen.

Der Garten war geöffnet, und so ließ sich die Anlage zumindest von außen erkunden. Man schaut durch Tore und über Mauern, entdeckt Gärten und alte Gebäude und ahnt eher, wie das Leben hier seit Jahrhunderten verläuft.

Bei meinem Besuch blieb trotzdem vieles hinter den Mauern unentdeckt. Die Kirche und die historischen Gebäude können meist nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Hier sind einige Fotos von den angebrachten Klosterplänen und -Beschreibungen:

Orden: Benediktinerinnen
Gründung: um 1200
Aufhebung: 1536
Erhalten: Kirche, Stiftsgebäude und Klostergarten
Heute: Ritterschaftliches Damenstift mit Konventualinnen
Hinweis: auf der Schlossinsel gelegen, Innenbereiche meist nur im Rahmen von Führungen zugänglich

Bad Segeberg ist auf Besucher eingestellt. Ich habe einen Morgenspaziergang gemacht und bin an der Rennbahn und am See entlang und durch den Wald in die Altstadt gelaufen. So hatte ich gleich einen schönen Einstieg in den Ort.

Die Marienkirche war ursprünglich die Kirche des Augustiner-Chorherrenstifts, das bereits im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Die Kirche beinhaltet verschiedene Baustile aus ihrer langen Geschichte und interessanterweise runde und eckige Säulen mit verschiedenen Kapitellen.

Nach dem Kirchenbesuch blieb noch Zeit für einen Spaziergang. Bad Segeberg verbindet die Geschichte des ehemaligen Klosters mit dem heutigen Kurort und den Karl-May-Festspielen – eine ungewöhnliche Mischung, die den Ort abwechslungsreicher macht, als ich erwartet hatte.

Orden: Augustiner-Chorherren
Gründung: 1134
Aufhebung: 1534
Erhalten: Kirche
Hinweis: Anlage vollständig verloren
Status: historisch bedeutend, räumlich reduziert

Auf das Kloster Cismar hatte ich mich besonders gefreut. Umso größer war die Enttäuschung, als ich vor der Kirche stand: Wegen umfangreicher Restaurierungsarbeiten blieb sie geschlossen. So blieb mir nur ein Rundgang um die beeindruckende Backsteinkirche und die ehemaligen Klostergebäude.

Dabei hätte sich ein Besuch gelohnt. Das Benediktinerkloster wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert in Lübeck gegründet und wenige Jahrzehnte später nach Cismar verlegt. Die gewaltige Klosterkirche gehört zu den bedeutendsten Backsteinkirchen Schleswig-Holsteins. Heute werden Teile der Anlage als Museum mit wechselnden Ausstellungen genutzt.

Der Flügelaltar, 1315 in Lübeck geschaffen, gilt als einer der ältesten erhaltenen Flügelaltäre überhaupt. Er diente im Mittelalter zur Präsentation des kostbaren klösterlichen Reliquienschatzes.

Bildquelle: https://kloster-cismar.sh/de/ueber-das-kloster

Nach meinem Rundgang blieb nur noch Zeit für einen Kaffee. Der war zwar nicht der Beste und freundlichste der ganzen Reise – aber solche Erlebnisse gehören eben auch dazu. Also ging es weiter Richtung Lübeck, in der Hoffnung, dort mehr Glück zu haben.

Orden: Benediktiner
Gründung: 1177 in Lübeck Verlegung: 1245 nach Cismar
Aufhebung: 16. Jshrhundert (Reformation)
Erhalten: Klosterkirche und Teile der Anlage
Hinweis: Bedeutende Backsteinkirche in Ostholstein, Cismarer Altar
Status: ehemaliges Kloster, Museum und Ausstellungsort

Nach dem prächtigen Burgkloster in Lübeck konnte der nächste Klosterbesuch kaum gegensätzlicher sein. In Reinfeld ist vom einst bedeutenden Zisterzienserkloster oberirdisch fast nichts mehr erhalten.

Einige aufeinander gesetzte Steine und eine kleine Gedenkstätte erinnern an die Anlage, die hier fast vierhundert Jahre lang das Leben der Region prägte.

Dabei schrieb Reinfeld Geschichte. Das 1186 gegründete Kloster war das erste Zisterzienserkloster Holsteins und trug maßgeblich zur Erschließung der Umgebung bei. Nach der Reformation wurde das Kloster aufgehoben, die Gebäude später fast vollständig abgetragen.

Orden: Zisterzienser
Gründung: 1186
Aufhebung: 1582 (Reformation)
Erhalten: Reste/Standort
Hinweis: Frühes Zisterzienserkloster in Schleswig-Holstein
Status: Gedenkstein

Eigentlich hatte ich überlegt, mir die zusätzlichen Kilometer nach Flensburg zu sparen. Am Ende bin ich doch gefahren – und wurde nicht enttäuscht.

Schon das moderne Rathaus am Ortseingang war ein Hingucker.

Das ehemalige Kloster zum Heiligen Geist liegt etwas versteckt in der Altstadt. Von außen sieht man noch einige der historischen Gebäude mit ihren alten Sprossenfenstern. Die Gebäude sind erstaunlich groß und vermitteln eine Ahnung davon, welche Bedeutung diese Einrichtung einst hatte. Z.Z. wird das Eingangsgebäude rekonstruiert, so dass ich nicht den besten Blick erwischt habe.

Die Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Aus einem Hospital zum Heiligen Geist entwickelte sich eine Stiftung für die Versorgung von Kranken, Alten und Bedürftigen. Diese soziale Tradition hat sich bis heute erhalten. Der Ort wird als Wohnstift genutzt. In den Höfen und Gärten saßen Bewohnerinnen und Bewohner in der Sonne.

Anschließend habe ich noch einen Spaziergang durch die Flensburger Altstadt mit Südermarkt, alter Apotheke und Nikolaikirche gemacht – ein schöner Abschluss meines Abstechers ganz in den Norden Schleswig-Holsteins. Die alte Apotheke stammt von 1490 und ist der älteste Profanbau Flensburgs und die Nikolaikirche ist die größte Kirche Flensburgs und wurde im 14. Jahrhundert als Pfarrkirche der aufstrebenden Handelsstadt errichtet. Eigentlich wird sie gerade rekonstruiert, aber durch die Orgelprobe kam auch ich hinein. Im Inneren überrascht die Kirche durch ihre Größe und Helligkeit. Ganz besonders ist die prachtvolle barocke Orgel von 1609, die zu den bedeutendsten historischen Orgeln Schleswig-Holsteins zählt.

Wissensbox

Orden: Hospital und Stiftung zum Heiligen Geist
Gründung: 1300
Aufhebung:
Erhalten: Teile der historischen Anlage und Wohnstiftsgebäude – heute Wohnstift
Hinweis: Innenbereiche und Höfe nur eingeschränkt zugänglich

Als ich in Nütschau ankam, zeigte sich das norddeutsche Wetter von seiner nassen Seite. Gewitter und Starkregen zwangen mich zunächst zu einer kleinen Pause im Auto. Im Café brannte Licht, die ersten Besucher kamen zum Frühstück.

Das heutige Benediktinerkloster besteht erst seit 1951 und gehört damit zu den jüngeren Klostergründungen Deutschlands. Die Mönche bieten Einkehrtage, Seminare und geistliche Begleitung an, viele Gäste verbringen hier einige Tage der Ruhe. Genau diese Mischung aus klösterlichem Leben und Offenheit für Besucher macht Nütschau besonders.

Zwischen den alten Schlossgebäuden und den gepflegten Grünanlagen herrscht eine angenehme Ruhe, obwohl hier ständig Menschen ein- und ausgehen. Leider hatte die Kirche (noch) geschlossen und das Wetter veranlasste mich zur Weiterfahrt.

Wissensbox

Orden: Benediktiner
Gründung: 1951
Erhebung zur Abtei: 1975
Erhalten: Schlossanlage mit Kloster, Kirche und Gästehaus
Hinweis: Kirche und Klosterladen sind für Besucher geöffnet.

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