Alles wieder auf Anfang
Der Plan zu meinem Projekt ist entstanden, als mir so langsam bewusst wurde, dass ich bald aufhören würde zu arbeiten und darauf vorbereitet sein sollte. Ich begab mich also auf die Suche nach einem Rentner-Konzept. Natürlich werden die 5 Reisenden weiter große Reisen unternehmen, zu zweit oder mehr, das steht außer Frage. Aber für die Zeit zwischendurch musste ich etwas finden, das meinen Wissensdurst, Fernweh, Abenteuerlust und Vorliebe für Systematik gleichermaßen befriedigt.
Und hier ist er, mein Plan: Ich werde in den kommenden Monaten bzw. Jahren die Welterbestätten in meiner Heimat und drumherum – also quer durch Europa und Teile Asiens – (auf)spüren und erfahren. Ihr könnt mich begleiten – in regelmäßigen Blogbeiträgen mit schönen Fotos für die Mittagspause und zum Schluss mit den Geschichten dahinter in einem ausführlicheren Buch.
UNESCO-Welterbe
Welterbestätten sind vielfältig – Ausgrabungen, Denkmäler, Kirchen, Schlösser, Städte, Häfen, aber auch besondere Wälder, Felsformationen oder Flusslandschaften, darüber hinaus Werke aus Technik, Kunst und Architektur. Entsprechend der strengen Prüfkriterien müssen sie Meisterwerke der menschlichen Schöpferkraft, außergewöhnliche Zeugnisse einer Kultur oder Epoche, aber auch überragende Naturerscheinungen oder Landschaften sein. Sie haben einen außergewöhnlichen, unersetzlichen und universellen Wert und sollen deshalb erfasst, geschützt und erhalten werden. Soweit die Definition.
Welterbe sind also das gemeinsame Gedächtnis der Menschheit, das will ich mir für meine Projekt zum Maßstab und zu Herzen nehmen.
Welterbestätten gibt es in fast jedem Land, mittlerweile sind 1121 Stätten in 167 Ländern gelistet, an Vorschlägen gibt es weitere ca. 5000. Im meinem erfahrbaren Bereich befinden sich etwa 500 Ziele. Die Objekte auf meiner Liste sind vielfältig und spannend, auch schon das Hinkommen. Einige davon habe ich schon gesehen, bewusst besichtigt oder auch nur ganz zufällig quasi nebenher beim Besuch eines Ortes bemerkt. Auch die An- und Aberkennungen in meinem unmittelbaren Umfeld (wie etwa der Naumburger Dom oder das Elbtal) oder der grausame Brand der Notre Dame von Paris sind mir noch gegenwärtig. Über mein Quasi-Schlüsselerlebnis für die Idee zum Projekt habe ich im Johannesburg-Blog bereits berichtet.
Die theoretische Vorbereitung
Mein Abenteuermobil ist, corona-bedingt, zwar im Kopf, aber in der Realität noch nicht so weit gediehen, wie ursprünglich geplant. Der Vorteil für euch – ihr könnt Kauf, Ausstattung und Ausbau sozusagen live miterleben. Aber darüber im nächsten Beitrag. Auch die Route wird sich dahingehend ändern, dass ich in diesem Sommer anstelle nach Norwegen wohl eher in Deutschland herumreisen werde.
Während der Wartezeit im HomeOffice und im Radius von 5 Km darum ist die theoretische Vorbereitung fertig geworden – die Gesamtliste meiner Welterbestätten mit Auswahlkriterien und das Karten-Projekt gibt es als Download am Ende und ausführlichere Erläuterungen dazu im Buch.
Weiter geht es bald, nachdem ich meine Technik auf der Arbeit abgegeben und in meine neue Wahlheimat umgezogen bin, mit dem Autokauf – und dann beginnt die Suche nach unseren wertvollsten Erinnerungsstücken.
Bleibt mit mir gespannt und vor allen Dingen gesund!




Links zum Text:
Update: Mein Abenteuerauto „Dobby“ ist inzwischen gekauft und, das war die zeitaufwändigste Hürde, auch auf mich zugelassen. Den Ausbau beschreibe ich im nächsten Blog. Ein Hinweis ist mir wichtig – jeden ersten Sonntag im Juni wird der UNESCO-Welterbetag begangen. Durch die coronabedingten Schließungen vieler Stätten gibt es tolle Rundgänge, Überfliegungen und Erklärungen online – zu sehen sind sie hier:

43 Pingbacks